Freitag, 12. Dezember, 19 Uhr
Samstag, 13. Dezember, 19 Uhr
Sonntag, 14. Dezember, 11 Uhr
Theater im Ballsaal
Sa, 13.12., im Anschluss an die Vorstellung:
Party / Hosted Dancefloor
mit Ada Sternberg, Mitgliedern der Junior Company und DJ CHUTE
Das Tanzprojekt Dream City der CocoonDance Company im Jahr 2019 beschrieb die Vision einer Stadt, in der sich diverse Identitäten frei entfalten können. Der Titel war Zadie Smiths Essay
„Speaking in Tongues” entlehnt, in dem diese ihre „Traumstadt” beschreibt: „Sie ist ein vielstimmiger Ort, an dem eine einheitliche, einzigartige Identität illusorisch ist. (...) Es bleibt einem
gar nichts anderes übrig, als Grenzen zu überschreiten und in Zungen zu reden.“
In Dream City trafen die Tänzer*innen von CocoonDance auf Kinder und Jugendliche der Junior Ensembles in Bonn und Monthey, Urban-und Parkour-Künstler*innen sowie auf den Soundkünstler
Franco Mento. In Zusammenarbeit mit Rafaële Giovanola, der Junior Company Bonn und vielfältigen Gruppen von Bonner Bürgerinnen ist mit Next Stop: Dream City eine lebendige „Kunstform des
Austauschs“ entstanden, die neue Wege der choreografischen Arbeit beschreiten. Im Zentrum stehen vielförmige Bewegungsqualitäten und Körperbilder, die in einem offenen Dialog, jenseits
klassischer Tanzästhetik miteinander verschmelzen. Next Stop: Dream City lädt zu einer außergewöhnlichen Begegnung von Kunst, Bewegung und Gemeinschaft ein.
Das mehrfach ausgezeichnete kollektive Projekt CocoonDance um die Choreografin Rafaële Giovanola, FAUST-Preisträgerin 2022, und den Dramaturgen Rainald ist aus der zeitgenössischen europäischen Tanzszene nicht mehr wegzudenken. Gegründet im Jahr 2000, ist die vom Land NRW Exzellenz geförderte Kompanie seither mit mehr als 50 Produktionen unterwegs auf fünf Kontinenten und wurde ausgezeichnet durch Einladungen zu den wichtigsten Plattformen der Szene auf nationaler wie internationaler Ebene. Intensive, schier unbegrenzte Körperrecherchen sowie kollektive Entscheidungsprozesse begründen die ästhetische Dichte und dramaturgische Konsequenz der Arbeiten, welche unsere Wahrnehmung und Vorstellungen von Bewegung und Körper, faszinierend wie verstörend zugleich, immer wieder in Frage stellen.