Ein Gespräch mit der Choreografin Anna Till/ situation productions
Dienstag 9. Dezember, 19 Uhr
Theater im Ballsaal
Im Rahmen ihrer Recherche-Residenz City Pieces beschäftigt sich die Dresdner Choreografin Anna Till mit kompositorischen und gesellschaftspolitischen Arbeitsmethoden zu Tanz im öffentlichen Raum. Dabei gilt ihr Forschungsinteresse dem US-amerikanischen Postmodern Dance der 1970er Jahre. Ziel ist es, die Bewegungsästhetik und konzeptuellen Überlegungen von Künstlerinnen wie Trisha Brown und Lucinda Childs in ihre eigene künstlerische Praxis zu übersetzen und zeitgenössische choreografische Scores für den Stadtraum zu entwickeln. Unter dem Arbeitstitel City Pieces sollen mehrere choreografische Skizzen entstehen, die den Körper, mit Augenmerk auf dessen Verletzlichkeit und gestalterisches Potential, in Beziehung zu urbaner Architektur und Stadt-Öffentlichkeit setzen.
In dem Gespräch mit der Kuratorin Daniela Ebert berichtet Anna Till aus ihrer Recherche und lädt zum gemeinsamen Weiterdenken des Themas ein.
Die Dresdner Kompanie für Tanz und Performance situation productions wurde 2017 von der Choreografin Anna Till und der Kulturmanagerin Bettina Lehmann gegründet. Seit 2022 führt Anna Till die Kompanie als Künstlerische Leiterin gemeinsam mit dem Lichtdesigner Martin Mulik fort. situation productions entwickelt Produktionen im Grenzbereich zwischen Tanz, Performance und Installation und legt Wert auf Humor, sinnliche Erfahrung und einen niedrig-schwelligen Zugang. Die künstlerische Arbeit ist gekennzeichnet durch die Verschränkung von Vergangenheit und Gegenwart, geteilte Autor*innenschaft und die Entwicklung neuer Formate.