Workshop mit Live Musik
Freitag, 28. November, 19 Uhr
Tanzgenerator Bonn, Theatersaal
Die in Frankfurt lebende Choreografin und Tanzprofessorin Hannah Shakti Bühler lädt in ihrem Workshop Choreomaniacs - Dancing between Order and Disorder dazu ein, kollektive Tanzphänomene als Medium von Befreiung, Ekstase und Disziplinierung der Körper zu erforschen. In einer Zeitreise durch unterschiedliche historische Ausbrüche unkontrollierter und ansteckender Tanzplagen – wie die mittelalterlichen Tanzmanien, die süditalienischen Tarantismo Rituale und die Walzerwut – werden Tanz und Bewegung als Ressource in Zeiten von Krise erfahrbar und gefeiert! Der Workshop verwandelt sich in einen gehosteten Dance Floor (mit Live-Musik von Charlotte Simon) und gestaltet sich als Ritual zwischen Empowerment, (Selbst-)Fürsorge und Protest.
Der Workshop richtet sich an alle Interessierten und ist unabhängig von Alter oder bestimmten körperlichen Voraussetzungen.
Die italo-deutsche Tänzerin und Choreografin Hannah Shakti Bühler absolvierte ihre Ausbildung am Laban Trinity College in London und der Contemporary Dance Education in Frankfurt. Als Tänzerin und choreografische Assistentin arbeitete sie u. a. mit Ivan Perez, Kristel Van Issum, Anouk Van Dijk. 2015 gründete sie das choreografische Duo Hicks&Bühler (u.a. Der Klumpen, 2018). Seit 2018 ist sie Professorin für zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 2022 entstand zusammen mit Simon Mayer das Stück Somatic Tratata – Rhythm, Rapture and Romance und das partizipative Projekt FolkDanceParty, das u.a. im Rahmen der Ausstellung Tanzwelten an der Bundeskunsthalle Bonn und am Palais de Tokyo in Paris stattfand. Ihre Dokumentations-Videos wie HoamDreh (2024) und Zuagroast/Zugereist (2025) waren z. B. beim Festival der Regionen (AT) und der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 zu sehen. Ihre jüngste Arbeit Choreomaniacs (2025) tourt derzeit national und international.
Charlotte Simon ist Performance-Künstlerin, Komponistin, Musikerin, Labelmacherin und Veranstalterin. Als Meisterschülerin absolvierte sie 2013 ihr
Studium an der Städelschule Frankfurt. Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Sound, Musik und darstellender Kunst. Zu ihren vielfältigen Aktivitäten mit ihren Mitstreiter:innen zählen
Auftritte und Veranstaltungen auf Frankfurts Bühnen, im Frankfurter Mousonturm, auf Kampnagel Hamburg u. v. m. Gemeinsam mit ihrem künstlerischen Partner Toben Piel ist sie auch international in
Theaterproduktionen und Ausstellungen präsent.
2024 gründete Charlotte Simon die gemeinnützige Organisation Rheinhessischer Elektronischer Musikverein. An der Hochschule für Gestaltung Offenbach und der
Kunsthochschule Mainz hat sie Lehraufträge für Sound inne. Neben ihrer künstlerischen Arbeit liegt ein großes Augenmerk auf dem Kuratieren von Musik und experimentellen
Raumkonzepten.