Mittwoch, 22. April, 19:30 Uhr
Bundeskunsthalle
Veranstaltung in Kooperation mit:
Wut ist eine universelle Kraft, ähnlich wie ein Sturm, unter bestimmten Bedingungen unvermeidlich und von Natur aus wiederkehrend. Es handelt sich um eine ambivalente Kraft: Sie ist gleichzeitig
zerstörerisch und ein Katalysator für Veränderungen, eine Reaktion auf Ungleichgewicht.
In ihrem Solo Tempest nutzt die Choreografin Lisbeth Gruwez die Präzision der Kampfkunst, um diese Urkraft und rohe Energie in fokussierte Stärke umzuwandeln. Ein oszillierender Körper,
der sich zwischen ungebändigten Energieschüben und dem Potenzial für eine ruhige Klarheit bewegt.
Wut wird hier zu einer kollektiven Strömung, die uns alle erfasst. Zu einer Schwingung in aufgeladener Atmosphäre, der wir uns nicht entziehen können. Tempest lädt uns ein, den Sturm
aufzunehmen und zu transformieren: Wut in Kraft zu verwandeln, Unruhe in Klarheit. Das Stück ist ein Tanz durch das Auge des Sturms – wo er die Stille in seinem Inneren offenbart.
Voetvolk (niederländisch für „Infanterie“) ist eine belgische zeitgenössische Tanzkompanie, die 2006 von der Tänzerin und Choreografin Lisbeth
Gruwez und dem Musiker und Komponisten Maarten Van Cauwenberghe gegründet wurde. Voetvolk ist mit dem KVS (Königliches Flämisches Theater) und dem kunstencentrum nona verbunden.
Die Arbeit von Voetvolk zeichnet sich durch eine ausdrucksstarke, sensible und mutige Tanzsprache aus, durch detaillierte visuelle Bilder und einen subtilen, aber klar definierten Dialog zwischen
Tanz und Sounddesign. Voetvolk ist aktiv daran beteiligt, neue Wege zu finden, um mit dem Publikum des zeitgenössischen Tanzes in Kontakt zu treten und auch darüber hinaus zu gehen. Jedes Stück
ist maßgeschneidert in Bezug auf Veranstaltungsort, Format und Form der Begegnung. Durch diese Kontextualisierung werden bestehende Bindungen zum Publikum gestärkt und Menschen verschiedenster
Interessen und Hintergründe eingeladen, an der Erfahrung einer Performance teilzuhaben.