Samstag, 25. April, 20 Uhr
Theater im Ballsaal
Gefördert durch
„Ich wurde 1995 geboren und gehöre einer Generation an, die ich als „in-between“ wahrnehme. Wir entfalten uns zwischen Utopie und Dystopie, zwischen Wut und Angst und steuern in eine unmögliche
Zukunft. Mit Open/Closed möchte ich diese Dualität nach außen tragen und den emotionalen Zustand dieses Aufruhrs als eine Geste der Ermächtigung erforschen.“
Open/Closed führt die Zuschauer*innen durch eine persönliche Erkundung des Körpers – sowohl seines Äußeren als auch seines Innenlebens. Pitons Bewegungen stellen sich den
Herausforderungen der Horizontalität und der Vertikalität, spielen mit prekären Zuständen von Gleichgewicht und fließen zwischen Wänden und Boden. Seine sensitive Choreografie, die sich im Dialog
mit den organischen Klängen Simone Auberts vollzieht, reflektiert die Ambiguität einer persönlichen Revolution, die ebenso zerbrechlich wie kraftvoll ist. Die Grenzen des Selbst verschwinden in
diesem Stück, und so wird Open/Closed zu einer Einladung, sich seiner Umgebung zu öffnen.
Pierre Piton ist ein französischer queerer Choreograf und Performer, der zwischen Stockholm und Zürich lebt. Ausgebildet am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris und an La Manufacture in Lausanne, arbeitet er bei The Field, einem Kollektiv, das sich dem nicht-hierarchischen und kollaborativen Tanzschaffen widmet. Beteiligt sind unter anderem Choreograf*innen wie Simone Aughterlony, Ofelia Jarl Ortega, Isabel Lewis und Meg Stuart. Pierre Piton ist außerdem Mitbegründer von La PP zusammen mit Romane Peytavin, wo er Werke schafft, die auf improvisierten Partituren basieren, darunter Dédicace und Farewell Body. Ihre jüngste multisensorische Performance Open/Closed tourte international, unter anderem bei La Bâtie in Genf, June Events in Paris und den Swiss Dance Days. Derzeit absolviert er einen Master in Choreografie an der Stockholm University of the Arts.