Dienstag, 28. April, 20 Uhr
Theater im Ballsaal
Als androgyner Faun, aber auch mit der Attitüde eines Harlekins oder Narren durchschreitet Thibault Lac eine traumartige, nächtliche Szenerie zwischen üppigem Garten und unwägbarem Sumpf.
Navigierend durch die Sphären des Realen und der Imagination, durch persönliche wie kollektive Erinnerungen, entfaltet er ein Pantheon aus verschiedenen „Geistern”, altmodischen Archetypen und
zeitgenössischen Mythologien.
Blue Roses fasziniert durch seine virtuose Gratwanderung zwischen Irritation und Verführung, Sentimentalität und Melancholie, dem Verschwimmen von Zeitlichkeiten, Stilen und Genres. Den
Moment des Scheiterns immer mit einkalkulierend, macht Thibault Lac das Publikum zum Komplizen, als wolle er sagen: „Ich bin so froh, dass ihr da seid! Ohne euch würde nichts hiervon existieren.“
(Mousse Magazine, 91, 2025)
Der Tänzer und Choreograf Thibault Lac studierte zunächst Architektur, bevor er sein Studium bei P.A.R.T.S. in Brüssel abschloss. Bereits früh in seiner Karriere arbeitete er mit Jerôme Bel und Tino Seghal. Er trat in Stücken von Ligia Lewis, Mathilde Monnier, Alexandra Bachzetsis, Daniel Jeanneteau und Price auf und ist regelmäßig in den choreografischen Arbeiten des amerikanischen Künstlers Trajal Harrell zu sehen. Als Autor entwickelt er Kooperationsprojekte, insbesondere mit Tobias Koch und Bryana Fritz. Er erforscht den Begriff des Camp anhand von Archetypen und Mythologien und kreiert außerdem Performances für das Kabarettkollektiv Les Moches. Sein neues Projekt Lick-Horn wird im Oktober 2026 bei Charleroi Danse – La Raffinerie (Brüssel) uraufgeführt. Thibault Lac lebt in Genf und Paris.